BIO Kokosöl, Palmöl und Kokosfett

Im Zusammenhang mit den unzähligen künstlich erzeugten Lebensmitteln aus der Industrie ist Kokosfett und Palmfett ins Gerede gekommen.

Zu Recht, wenn man nur an die inflationäre Verarbeitung von gehärtetem Kokosfett (zum Beispiel in vielen Eiscremesorten) denkt.

Palmfett oder Kokosfett ist aber nicht gleich Palmöl, Kokosfett oder Kokosöl. Hier gibt es ganz grundlegende Unterschiede in Bezug auf Anbau, Verarbeitung, Inhaltsstoffe und nicht zuletzt Fair Trade und gerechte Bezahlung der Rohstoffe und Menschen, die in Anbau und der Herstellung der Produkte involviert sind.
 
Der Hintergrund ist einfach erklärt:
Während qualitativ hochwertiges, schonend hergestelltes, extra natives Kokosöl durch seinen hohen Anteil an gesättigter mittelkettiger Laurinsäure mit 12-Kohlenstoffen und Caprylsäure, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, Aminosäuren und Antioxidantien ein richtig gutes und gesundes Lebensmittel ist, so bewirkt gehärtetes Kokosfett und Palmfett das Gegenteil.
 
Das gehärtete Kokosfett wird im Gegensatz zum hochwertigen Kokosöl bei der Herstellung stark und lange erhitzt und die natürliche Form der Fettsäuren verwandelt sich dadurch in „Transfettsäuren“. Diese haben zwar die gleiche Zusammensetzung wie natürliche Fettsäuren, können aber vom menschlichen Körper nicht gut verarbeitet werden. Transfettsäuren sind in den letzten Jahren mehr und mehr in den Fokus gerückt. Sie stehen im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein und deren Einnahme sollte möglichst vermieden werden.
 
Die Menge macht meist das Gift und ich denke, niemand würde bezweifeln, dass eine Ernährung auf Dauer mit industriell erzeugten Waren mit der Zunahme der Fettleibigkeit einhergeht. Die Transfettsäuren sind einer der Gründe dafür, warum das so ist. Auch bewirken sie, dass der Spiegel des als „schlecht“ bekannten LDL-Cholesterins steigt. Das ist nach Meinung der heutigen Medizin einer der Gründe für das vermehrte Auftreten von Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Diabetes wird ebenfalls durch die vermehrte Aufnahme von Transfettsäuren begünstigt. Den Verzehr von gehärtetem Kokosfett sollte man also tatsächlich vermeiden. Noch dazu wenn die Kokosnüsse nicht aus fairem Handel stammen und den Raubbau an unserer Natur begünstigen.
 
Wenn Sie sich jetzt wundern, warum das hier angebotene gute Kokosöl dennoch hohe Temperaturen so ausgezeichnet verträgt, beispielsweise, wenn Sie Ihre köstlichen Süßkartoffel Pommes Frites darin frittieren: Transfette bilden sich nur durch langes und hohes Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren.
Das verbrauchsfertige native Kokosöl besteht aber zu 90% aus gesättigten Fettsäuren. Diese haben einen hohen Rauchpunkt und bilden keine Transfettsäuren.
 
Die Herstellung nativer Kokosöle und Palmöle bedarf vieler aufwendiger Schritte und ist deutlich teurer als bei gehärteten Kokosfetten.
 
Die Lebensmittelindustrie schätzt jedoch vielfach die leichte Verarbeitung inhaltlich wertloser und billiger gehärteter Fette ungeachtet der gesundheitlichen Risiken. Es lohnt sich wie so oft, zweimal hinzusehen und gute von schlechten Fetten zu unterscheiden, sowie gute von schlechten Produkten.
 
Fett wurde ja lange als Dickmacher verteufelt, eine fettfreie künstliche „light“ Ernährung ist jedoch ebenso ungesund. Ausgewogene Ernährung mit einem vernünftigen Anteil an guten Fetten sollte zur Gesunderhaltung des eigenen Körpers immer angestrebt werden. Dazu gehören langkettige ungesättigte Fettsäuren wie in nativem Olivenöl ebenso wie die oben beschriebenen gesättigten Fettsäuren aus dem qualitativ hochwertigen Kokosöl.
 
Die Kaltpressung ist zwar teurer, aufwendiger und weniger ergiebig als die Herstellung von gehärtetem Kokosfett, aber sie lohnt sich: Dazu müssen zunächst die Nüsse von den bis zu 30 Meter hohen Palmen geerntet werden. Man befreit sie von der außen grünen und innen faserigen Außenschale. Dann öffnet man die harte Innenschale, um an das schneeweiße Fruchtfleisch zu kommen, es zu zerkleinern, etwas zu trocknen, zu mahlen und kalt zu pressen. Das Öl wird dann noch gefiltert und abgefüllt.  Heraus kommt das native Kokosöl.
 
Das gesundheitlich wertvolle, ungehärtete native Öl der Steinfrucht ist wunderbar aromatisch. Das hat den charmanten Nebeneffekt, dass man beim Kochen automatisch sparsamer damit umgeht. Viele lieben den exotischen und feinen Geschmack und Geruch von Kokosfleisch und so duftet und schmeckt auch gutes Kokosöl, nur milder. Es überdeckt nicht den Geschmack des Essens, sondern verleiht ihm eine exotische Note.
Wenn man die Eigenschaften von Kokosöl liebt, aber eine geschmacksneutrale Variante sucht, sollte man darauf achten, dass das Produkt bei der Herstellung mit Wasserdampf desodoriert wurde und nicht durch lange und starke Erhitzung. „Palmfett“ riecht nach gar nichts.
 
Die Konsistenz von Kokosöl variiert. Flüssig wird es bei 26 Grad, davor hat es in unseren Gefilden von Natur aus eine cremig bis feste Konsistenz.
Wenn Sie es zum Beispiel als Peeling für die Hände verwenden, indem Sie es mit Meersalz vermischen und in den Händen verreiben, dann werden Sie merken, dass die Körpertemperatur ausreicht, um es zu verflüssigen. Von einem solchen Peeling werden die Hände streichelzart.
An warmen Sommertagen ist das Öl von selbst flüssig. Es braucht nicht gekühlt gelagert zu werden. Dunkelheit hält es länger frisch.
 
Kokosöl lässt sich vielseitig einsetzen, sogar zum Zähne putzen. Es gibt zwei Hauptverursacher von Karies. Einerseits Bakterien aus der Saccharose im zerkauten Essen, andererseits eine Form eines Hefepilzes, der auch für diverse Entzündungen im Mundraum sorgen kann. In einer Studie war Kokosöl in der Lage, beide Karieserreger vollständig abzutöten und es stellt zudem eine gesunde und ausgeglichene Mundflora her.
 
Kokosöl pflegt und desodoriert die Haut auf natürliche Weise bei Mensch und Tier. Die Kombination der Inhaltsstoffe sorgt dafür, dass das hochwertige Öl in der Lage ist, Bakterien, Viren und andere Keime in deren Wachstum zu hemmen. Durch seine natürliche Zusammensetzung kann es auch an empfindlichsten Stellen des Körpers aufgetragen werden.
Wundermittel gegen Falten gibt es zwar nicht, aber Kokosöl ist eine hochwertige und preiswerte Pflege. Durch Vitamine, Mineralien und Antioxidantien versorgt das Kokosöl die Haut mit allen Nährstoffen, die sie benötigt. Die Laurinsäure strafft die Haut und bewirkt eine Art Anti-Falten-Effekt. Außerdem versorgt Kokosöl die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit, dies kann bestehende Falten mildern und das Auftreten neuer Falten verringern. Probieren Sie es aus und massieren Sie etwa einen Teelöffel Kokosöl ein, am besten alle paar Tage über Nacht.
 
Pferdefreunde schwören schon lange auf Bio Kokosöl als bewährtes Mittel für die empfindliche Haut ihrer von Sommerekzem geplagten Tiere gegen Mückenstiche und Juckreiz.
Wenn Sie einen Hund oder eine Katze haben, verreiben Sie eine kleine Menge Kokosöl in Ihren Händen, bevor Sie Ihr Tier streicheln. Es wird weniger von Parasiten befallen, das Fell glänzt, wächst schön und wird weicher. Jeden Tag ein Löffel ins Futter geben, denn es wirkt auch von innen.
 
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Literatur zur Kokosnuss